Nach dem ersten Eindruck (Foto, Anschreiben) wird sich der Personalverantwortliche in der Regel Ihren Lebenslauf durchlesen. Denken Sie daran, dass bei einer Stellenanzeige durchschnittlich zwischen 50 bis 100 Bewerbungen auf dem Tisch des potentiellen Arbeitgebers liegen.
Ihr Lebenslauf muss deshalb so geschrieben sein, dass sich der Lesende innerhalb kurzer Zeit ein Bild (und zwar das Richtige) über Sie machen kann.
Damit der Lebenslauf leichter zu lesen ist, sollte er in tabellarischer Form geschrieben sein. Am Seitenende können sie ein Muster als Word.doc herunter laden.
Die Angaben und die Zeitabfolge müssen stimmen
- Alle Zeitangaben nur mit Monat und Jahr angeben.
- In der Zeitleiste dürfen keine Lücken sein, auch Arbeitslosigkeit, Erziehungszeit, etc. angeben.
- Die Zeitfolge - innerhalb der durch Überschriften gegliederten Abschnitte - sollte auf einen Blick leicht nachvollziehbar sein.
- Den Lebenslauf können Sie nach „deutscher“ oder „amerikanischer“ Form gliedern. In der „deutschen“ Version werden die Zeiten chronologisch von der Geburt bis zum aktuellen Stand geschrieben. Die „amerikanische“ Version beginnt mit der aktuellen Position und endet mit der Schulbildung. Mittlerweile werden in Deutschland beide Versionen akzeptiert, allerdings ist es Geschmacksache jedes einzelnen Personalentscheiders. Bei der „deutschen“ Form gehen Sie eher sicher, dass diese Version nicht abgelehnt wird.
Persönliche Angaben
- Vor- und Familienname (ggf. Geburtsname)
- Anschrift (wenn Sie ein Deckblatt erstellt haben, ist die Angabe nicht notwendig)
- Geburtsdatum und -ort
- Religionszugehörigkeit (muss aber nicht sein)
- Familienstand, ggf. Zahl und Alter der Kinder (bei Männern signalisieren Kinder eine solide Lebensweise {Pluspunkt}, bei Frauen fürchten viele Unternehmer - nach wie vor - häufige Fehlzeiten. Die Angabe des Alters der Kinder kann von Vorteil sein (wenn Kinder alt genug sind, um zeitweise alleine zurecht zu kommen), Namen der Kinder interessieren nicht
- Staatsangehörigkeit (auch wenn diese deutsch ist)
- Beruf von Vater oder Mutter sowie die Geschwister nur bei Schulabgängern die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben
Schulausbildung
- besuchte Schulen
- Schulabschlüsse
Berufsausbildung
- Art der Berufsausbildung
- Ausbildungsfirma/-institution, mit Firmenname und Ortsangabe
- Abschluss (ggf. mit Notenangabe; hier gilt jedoch zu beachten, dass Sie die Abschlussnoten bei anderen Abschlüssen auch angeben - nur eine besonders gute Note hervorzuheben und die anderen wegzulassen macht stutzig)
Hochschulstudium
- Fach
- Name und Ort der Fachhochschule oder Universität
- Schwerpunkte
- Thema der Diplomarbeit; ggf. Promotion
Berufspraxis
- Position (Berufsbezeichnung)
- Arbeitgeber mit Ortsangabe
- Stellenbeschreibung
- Ggf. angewandte EDV, Fremdsprachen
- Berufliche Weiterbildung
Auslandsaufenthalte chronologisch in Ausbildungsblock oder Berufspraxis
Fortbildungen / Kurse
Bitte keine Kurse angeben, von denen Sie nicht wissen, wie der Gegenüber dazu steht. Beispiel: Esoterik u. ä.
Kenntnisse
Fremdsprachen, EDV, Führerscheine und andere Scheine, aber auch hier Vorsicht und Überlegung, welches Bild Sie von sich abgeben.
Hobbys / Interessen / Persönliche Eigenschaften
Hier alles gut überlegen, es muss natürlich wahrheitsgetreu sein aber auch zu Ihrer Bewerbung um den speziellen Arbeitsplatz passen. Wenn der Lebenslauf bereits sehr lang ist und Sie wegen diesen Punkten noch eine weitere Seite beschreiben müssten, können Sie auch auf eine „Dritte Seite“ ausweichen.
Ort, Datum, Unterschrift
Muster Lebenslauf